DE | EN | FR
Kundenservice: +49 (0) 4651-967790 | Händler-Login

Bas-Armagnac von Laberdolive: Das Gold von Armagnac

Vor über 30 Jahren hatte ich das Glück, bei Henry Levy – einem begnadeten Koch, Genießer und Connaisseur – im Berliner Restaurant Mâitre arbeiten zu dürfen. Ihm hab ich wahnsinnig viel zu verdanken und ich schätze ihn heute noch sehr.weiterlesen ...

Vor über 30 Jahren hatte ich das Glück, bei Henry Levy – einem begnadeten Koch, Genießer und Connaisseur – im Berliner Restaurant Mâitre arbeiten zu dürfen. Ihm hab ich wahnsinnig viel zu verdanken und ich schätze ihn heute noch sehr.

Vor über 30 Jahren hatte ich das Glück, bei Henry Levy – einem begnadeten Koch, Genießer und Connaisseur – im Berliner Restaurant Maître arbeiten zu dürfen. Ihm habe ich wahnsinnig viel zu verdanken und ich schätze ihn heute noch sehr. Monsieur Henry, wie wir ihn alle nennen durften, feierte in dieser Zeit einen runden Geburtstag, zu dem alle Mitarbeiter eingeladen waren. Zum Abschluss gab es Bas-Armagnac von Laberdolive 1918 – ein unvergessliches Erlebnis. Mich verfolgt bis heute nicht nur das damalige Erlebnis, sondern auch die Erkenntnis, dass dieser Bas-Armagnac ein sehr persönlicher, außergewöhnlicher Brand ist, der von ganz besonderen Menschen und deren Region geprägt ist. Immer, wenn ich in einem sehr guten Restaurant unterwegs bin, schaue ich auf den Digestif-Wagen, ob es eine Flasche Bas–Armagnac gibt – und manchmal werde ich fündig… Die folgenden Zeilen habe ich aus Henry Levys "Das Maître Kochbuch“ übernommen. Der Armagnac ist sicherlich der älteste aller französischen Brände. Seit 1461 wird er in der gesamten Region des Bas-Armagnac allgemein hergestellt. Armagnac ist einer der feinsten Brände, der wertvollste, derjenige, der am reichsten ist an Duft- und Aromastoffen, der edelste aller Schnäpse. Nur unter den größten Schwierigkeiten ist er in seiner ganzen Vollendung herzustellen.

Bas-Armagnac von Laberdolive

Das Erbe der Laberdolive setzt sich aus drei Familien- Domänen zusammen: der Domaine dÉscoubés (seit 1866), Domaine de Jaurrey (seit 1893) und der Domaine du Pillon (seit 1956). Die Region des Armagnac teilt sich in drei verschiedene Produktionsgebiete: Bas-Armagnac, Ténaréze- und Haut-Armagnac. Hierzu ist zu bemerken, dass nur das Bas-Armagnac die großen, wirklich feinen, aromatischen und fruchtigen Brände hervorbringt, die der Kenner so schätzt. Johannes King mit Armagnac Folgende Rebsorten werden angebaut: Ugni-Blanc, Folle Blanche, Colombard und Baco b22A, eine Kreuzung, deren Verbreitung sich auf das Bas-Armagnac des Landes und die unmittelbare Nachbarschaft begrenzt. Die Rebstöcke werden stark zurückgeschnitten, tragen nicht viele Trauben, die dafür aber umso rundere und kräftigere Weine liefern. Die Destillation wird so rasch wie möglich nach der Vergärung vorgenommen, wenn der jungfräuliche Wein noch keinerlei Ausbau unterworfen wurde. Er enthält jetzt noch eine Menge leichter Trübstoffe, die in ihm schweben und die für die Oxydation unerlässlich sind. Es ist absolut erforderlich, jetzt bereits zu destillieren, will man einen aromatischen und fruchtigen Brand erhalten. Haben die Weine erst einmal die Kälte des Winters über sich ergehen lassen und sind rein und klar geworden. Eine Armagnac-Brennerei arbeitet heute in fortlaufender und langsamer Destillation, sodass der Brand bereits einen abgelagerten, reifen Geschmack hat, wenn er aus dem Brenner läuft. Man benötigt etwa 6 Liter Wein, um einen Liter Brand von 52 Prozent zu erhalten.

Lagerung in Eichenfässern

Für diesen Roh-Armagnac folgt nun ein sehr wichtiges Kapitel, die Lagerung. Für die Familie Laberdolive hat dabei die Eiche eine überragende Bedeutung. Aber nicht irgendeine Eiche, hier verwendet man die Eichen der Domänen selbst. Ihr Holz wird in Handarbeit in Dauben gespalten die "merrains“ heißen. Sie werden mit den Klöbeisen im Verlauf der Faser gespalten, die dabei niemals verletzt wird. Dieses Verfahren erlaubt es dem Armagnac später, durch das Holz zu Atmen – was nicht möglich sein würde, wenn das Holz zersägt würde, denn Sägen verstopft die Poren, wie man bei genauerem Hinsehen ohne weiteres erkennen kann. Die "merrains“ bekommt der Küfer erst in die Hand, wenn sie vier bis fünf Jahre an der Luft trocknen konnte. Man rechnet, dass das Eichenholz etwa einen Zentimeter pro Jahr trocknet und dass die erwähnten, für gute Qualität notwendigen Dauben eine Stärke von rund vier Zentimetern aufweisen müssen, also auch entsprechend lange zum Luft-Trocknen gelagert werden müssen. Der frisch destillierte Armagnac wird in neue Fässer gefüllt, also aus nicht benutztem Holz, das noch sämtliche Gerbstoffe enthält.

Der Reifungsprozess: Hier entsteht ein Armagnac mit feiner Aromenvielfalt

Hier beginnt der Reifungsprozess in aller Natürlichkeit: Der Brand bekommt Körper, er verbindet, vermählt sich mit der Eiche, die ihm Farbe, Harmonie des Buketts und alle jene Aromastoffe gibt, die nur aus der Vereinigung dieser beiden Elemente entstehen können. In einem feuchten Keller würde der Alkoholgehalt des Armagnacs sinken und sein Volumen nur geringfügig abnehmen. In einer luftigen Scheune dagegen, wie man sie hier benutzt, geschieht das Gegenteil mit ihm. Armagnac FlaschenDabei kommt es jetzt auf das Können und die Erfahrung des Brenners an, denn nur er kann genau den Augenblick abpassen wenn der Brand in ein vom Vorjahr benutztes Fass umgefüllt werden muss. Danach heißt es noch viele Jahre warten, bis die Vollendung erreicht ist, bis sich die Ehe vollzogen hat und aus beiden Teilen ein Ganzes geworden ist. Bis ihn allein in der Flasche, nur noch die Ewigkeit in sich selbst ändern kann. Ein "Armagnacculteur“ weiß das alles. Wie er selbst sich ohne jede Umschweife darstellt, möchte er seinen Brand einfach sauber, wahr und natürlich haben. er liebt es, dessen Fortschritte zu sehen, zu beobachten, wie er immer schöner wird, täglich der Vollendung näher kommt. Er möchte Ihn gleichzeitig ganz für sich allein behalten und doch Ihn von der Verständigen Welt der Feinschmecker gelobt hören. Und die Jahrgänge? Das ist ein Reizwort, bei dem sich die Schwerter kreuzen, zwischen den einen, die einen Armagnac auf dem langen Weg seiner Individuellen Existenz folgen wollen, mit allen möglichen Unwägbarkeiten, aber schließlich auch der Füller einer wunderbaren Perfektion und den anderen, die ein Standardprodukt wünschen, Anonym und immer gleich in banaler Uniformität.

Hohe Qualitätsansprüche für ein exzellentes Produkt

Hier zwei Hinweise zum Erkennen von Qualität: Ein schöner, ambrafarbener Goldton, mehr oder weniger hell, je nach Verwendung verschiedener Eichen; ein mächtiger und langanhaltender Duft, der die aromatische Harmonie einer reifen Pflaume verströmt. Man muss sich konzentrieren , sammeln vor diesen edlen Düften eines Landstrichs, eines Bodens. Es gibt selbst im Gebiet des Bas-Armagnac ebenso viele unterschiedliche Bodentöne wie Gesichter in einer Menge. Eine Flasche Armagnac ist das Gesicht eines Fleckchens Erde. Und es braucht ein langes Schnuppern, ein gründliches Kosten, um auch nur einen kleinen Teil des Geheimnisses diese Erde zu erahnen. Einen ausgereiften Armagnac, von seiner Herkunft und seinen langen, besinnlichen Leben geprägt, ist ebenso faszinierend zu erforschen, wie das von Lebensjahren gezeichnete Gesicht eines Menschen. Wenn Sie einmal das Glück haben, einen Bas-Armagnac Laberdolive zu probieren, dann denken Sie daran: Sammeln und verneigen Sie sich vor diesem " Edelstein aller Brände“, der durch Geduld, Liebe und Genie von Menschen entstanden ist. Jeder "Armagnacculteur“, der diese Bezeichnung verdient, verfolgt seinen Nektar von der Wiege bis zur Bahre und wünscht sich, dass ein wahrer Feinschmecker zu seinem Grabe wird. Denn jeder wirkliche Feinschmecker ist in seiner Seele auch ein Poet.

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.