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PORTWEIN SORTEN – VON RUBYS UND TAWNYS


REBSAFT IM FASS, SONNE IN DER FLASCHE

Portwein wird je nach Qualität und Anlagen ausgebaut, woher sich unterschiedliche Stilrichtungen ableiten lassen. Jeder Portwein kommt zuerst 2 - 6 Jahre ins Fass, bevor seine Qualität über den weiteren Weg guter Reifung entscheidet. Der rubinrote Ruby ist ein Verschnitt junger Weine mit frischen Aromen, die schnell in die Flasche gefüllt werden. Ein Tawny Port verbleibt länger im Fass - seine Farbe changiert ins Rotbräunliche, Colheita’s (ein fassgereifter Jahrgangstawny) und elegante Vintage Ports sind die Krönung der jeweiligen Jahrgänge und der Stolz der namhaften Portweinhäuser.


AM ANFANG VOM PORTWEIN IST DIE TRAUBE

Doch eins nach dem andern. Am Anfang ist auch ein Port zunächst einfach mal ein Wein. Wenn ein richtig guter portugisischer Wein daraus werden soll, ist er anfangs auch ein richtig guter Wein. Das kann zum Beispiel an der erlesenen Traubensorte liegen, die für den Grundwein verwendet wird. Es kann aber auch ein besonders guter Jahrgang sein, der später den besonders guten Port definiert. Wie auch immer, zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Gärung wird dem Wein Branntwein zugesetzt. Im Idealfall soll dieser Branntwein geschmacksneutral sein, aber natürlich gibt es auch dort Qualitätsunterschiede. Was aber alle Branntweine eint, ist, dass sie den Gärprozess unterbrechen. Der Zucker, der bis dahin noch nicht in Alkohol umgewandelt wurde, verbleibt in der Frucht. Das gibt dem Port seine charakteristische Süße, der Branntwein sorgt dabei für den erhöhten Alkoholgehalt von 19 bis 22 Volumenprozent.

DER VINTAGE: DIE KÖNIGSKLASSE UNTER DEN PORTS

Allerdings ist die gekonnte Vermischung von Wein und Branntwein, der etwa 15 Prozent der Gesamtmenge von Portwein ausmachen soll, erst der Beginn des Reifeprozesses. Danach geht es erst einmal ab ins Holzfass. Mindestens zwei und längstens sechs Jahre bleibt der junge Port in diesen riesigen Fässern, die ein Fassungsvermögen von bis 100.000 Litern haben können.
Dann beginnt die Feinarbeit, die darüber entscheidet, ob man später einen Ruby oder einen Tawny Port im Glas hat. Die Rubies funkeln - wie der Name es schon andeutet - kräftig dunkelrot im Glas. Tawnies präsentieren sich dagegen mit einem leicht bräunlichen Farbeinschlag. Das liegt daran, dass sie in kleinen Holzfässern weiterreifen, während die Rubies vom großen Holzfass direkt auf Flaschen abgefüllt werden.