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QUINTA DO NOVAL


FEINER PORT SEIT 1715: QUINTA DO NOVAL

Die Wurzeln des Weingutes lassen sich bis in die Anfänge des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen. Es ist eine hauseigene Besonderheit, den Portwein nicht wie üblich in Porto reifen zu lassen. Zu diesem Zweck wurden bei Quinta do Noval spezielle Keller eingerichtet, sodass der Portwein an Ort und Stelle reifen kann. Quinta do Noval beruft sich auf die Verwendung besonders alter Rebstöcke und traditioneller Arbeitsweisen. 


TEUER, ABER EINZIGARTIG: QUINTA DO NOVAL PORTWEIN

Schon im Jahre 1715 machte sich die Quinta do Noval einen Namen. Der erste Eigner der Quinta war die Familie Rebello Valente, die das Gut vom Marquês do Pombal, Portugals Premierminister, bekommen hat. Der erste Port der Quinta do Noval unter eigenem Namen und Etikett wurde jedoch erst 1931 deklariert. In diesem Jahr waren potentielle Käufer aufgrund der Weltwirtschaftskrise von 1929 noch abgeschreckt von einer Investition in preislich intensiveren Portwein. Die Weinkeller vieler Port-Produzenten waren auch noch mit Weinen des Spitzenjahrgangs 1927 gefüllt. Somit war der 1931er Port der Quinta do Noval einer der wenigen, der vom Hersteller als ein sehr guter Jahrgang deklariert wurde. Zu verdanken war dies dem englischen Importeur von Noval, der den Jahrgang hartnäckig einforderte. Bis in die 60er hinein wurden anschließend nur sehr wenige Jahrgänge deklariert (beispielsweise 1945, 1947 und 1955). In den 60ern selbst sorgten dann sehr gute Noval und herausragende Naçional Jahrgänge für wahre Gaumenfreuden. Der Naçional Port der Quinta do Noval ist einer der teuersten und exklusivsten Portweine der Welt. Die ungefähr 6.000 Rebstöcke wachsen auf 1,7 Hektar, wurden in der 20er Jahren noch wurzelecht eingepflanzt und sind seitdem von der Reblaus verschont geblieben.


Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bis einschließlich ins Jahr 1991 hinein legte man aufgrund vieler Fehlentscheidungen in der Geschäftsleitung beim Port von der Quinta do Noval eher Wert auf Quantität als auf Qualität. Demnach waren diese Jahrgänge im Vergleich zu regulären Vintage Ports eher unterdurchschnittlich und die Reputation für die Quinta sank deutlich. Durch die Übernahme der AXA Gruppe im Jahre 1993 fand die Quinta do Noval zu ihrer alten Größe zurück und gehört nun wieder zu den „Big Playern“ unter den Portweinhäusern.